RETAA asbl -
Recherche en Education et Thérapie Assistées par l’Animal |
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NUESPAPER Nr 2 November 2005 Deutsche Ausgabe nuespaper@retaa.net |
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NP hatte ein Interview mit Maryse WEBER-MINES, Gründungsmitglied und Vize-Präsidentin von RETAA :
NP : Sie sind Psychomotricienne seit 1976. Können Sie Ihre Arbeit beschreiben ?
MWM : Ich arbeite in einer Privatpraxis nach ärztlicher Verordnung. Ich sehe hauptsächlich Kinder und auch einige Jungendliche. Seit 2 ½ Jahren begleitet mein Hund Poli mich in meiner Arbeit
NP : Welchen Beitrag leistet der Hund ?
MWM : Der Hund ist nicht immer dabei. Nur wenn das Kind es wünscht - und der Hund darf auch jederzeit das Zimmer verlassen. Er hilft mir bei der Förderung von Gleichgewicht, Körperkoordination und Tonus. Tatsächlich macht Trampolinspringen, Ballspielen, Seilziehen usw weit mehr Freude mit einem Hund. Der Hund entspannt. Er hilft dem Kind den anderen zu verstehen. Viele Kinder die ich sehe spielen wenig oder gar nicht. Der Hund lädt zum Spielen ein. Dabei ist er ehrlich, spielt aus Freude am Spiel. Er ist immer authentisch und lügt nie. Er lehrt Sequenzen, befreit Gefühle, er vereinfacht den Blickkontakt, die visuelle, taktile und olfaktive Wahrnehmung.
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(photo: M.Weber-Mines)
NP : Können Sie uns den Hund beschreiben ?
MWM : Mein Hund Poli ist ein dreijähriger Rüde. Er ist sehr freundlich und gut sozialisiert. Eine Verhaltensanalyse aus Deutschland bestätigte seine Tauglichkeit zum Therapiebegleithund. Seither macht er seine Ausbildung weiter in einer guten Schule, die sanfte Erziehung anbietet. Die Kinder müssen den Hund respektieren und gut behandeln, sie müssen versuchen seine Beschwichtigungssignale zu verstehen und zu befolgen. Man darf den Hund nicht überfordern, sonst wird er krank. Poli ist ein Familienhund. Alle Familienmitglieder lieben, respektieren und beschützen ihn. Er macht jeden Tag schöne Spaziergänge und spielt mehrmals pro Woche mit anderen Hunden.
NP : Danke Maryse Weber für das Gespräch
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Interview mit Michel NILLES, Gründungsmitglied RETAA:
„Ich merke, dass die Arbeit mit dem Hund jedem von uns drei (Bewohner, Hund, Therapeut) Freude bringt!“
NP : In der letzten Zeit wird den tiergestützten Aktivitäten immer mehr Wichtigkeit zugesprochen. Wie kam es bei Ihnen zu diesem Interesse und was machen Sie genau?
MN : Eine mir bekannte Psychologin arbeitet in der Psychiatrie tiergestützt, was mich interessierte. Als auf meiner Arbeit, in einer Lebensstruktur wo körperlich und geistig behinderte meist ältere Menschen wohnen, der Wunsch aufkam, ein Tier zu halten, entstand ein Projekt zur Integration eines Sozial- Hundes.
NP : Was verstehen Sie unter «Sozial-Hund »?
MN : Ein Sozial-Hund wohnt zwar mit den Menschen in der Struktur zusammen, jedoch nur immer dann, wenn das Personalmitglied dem es gehört, auf der Arbeit ist. Der Hund geht jeden Tag mit diesem Menschen zurück in seine Familie. Zwischen Tier, Betreuer und Bewohner besteht eine Art Dreiecks-Beziehung in der sich jeder an bestimmte Regeln halten muss und jeder den anderen in
seiner Rolle respektiert |
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Das Ziel ist, die Arbeit mit dem Hund therapeutisch zu nutzen.
Dem Hund bleibt seine Eigenart als Solche
total erhalten.
So muss
er sich z.B. jeder Zeit zurückziehen können.
(photo: M.Nilles)
NP: Welche Ausbildung haben Sie?
MN: Ich bin psychiatrischer Krankenpfleger mit langer Erfahrung in der Rehabilitation, habe Weiterbildungen in Management und Kommunikation gemacht ; wegen dem Hund habe ich einige Seminare tiergestützter Therapie besucht und werde in dieser Richtung weitermachen, ....step by step ...
NP:
Danke Michel NILLES
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Es sind nämlich jetzt 10 Jahre her, dass Véronique DELPLACE in einer doch eher sehr geschlossenen Institution Vierbeiner integriert hat, die Veränderungen sowohl bei den jungen Mädchen, als auch bei der Institution selbst und dem Personal veranlasst haben. Von der Leitung unterstützt, hat Véronique DELPLACE und ihre Crew, die mit den Jahren gewachsen ist, eine originelle Arbeitsweise eingeführt, die nicht nur den menschlichen Bewohnern hilft, sondern auch Pferden, die ihren Platz nicht oder nicht mehr anderswo finden konnten, ermöglicht, total anders definiert zu werden ; so « Fräulein Heloïse » die der Bundes-Polizei nicht gerecht werden konnte, und in St Servais ihr Glück gefunden hat und Glück spendet.
Also, alle zusammen in St Servais bitte die
Kerzen ausblasen, und sich etwas wünschen !!!!
„In der letzten Weltkonferenz der IAHAIO in
Glasgow (Oktober 2004) wurde das belgische Projekt von Nelly CRETEN, mit
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dem Titel « Der Hund, Medium beim Verhör von misshandelten Kindern » mit dem besten Preis der Posterreihe (75 Teilnehmer) ausgezeichnet. Nelly CRETEN arbeitet bei der Bundespolizei in HASSELT (B). Zwischen 1995-2000 hat sie 500 Kinder zwischen 3 und 14 Jahren einmal verhört (20-60 Minuten); bei 70% der Fälle war ihr Labrador anwesend. Die Kinder waren Opfer von körperlicher oder mentaler Gewalt ; litten unter Ängsten und Schuldgefühlen ; wollten nicht reden ; fühlten sich unverstanden ; empfanden die Umgebung (Polizeirevier) als feindlich. Der Hund hat die Angst der Kinder gelindert, hat die Kinder aufgefordert, sich mehr auszudrücken, hat neutral und endlos zugehört, liebte Kontakt und die Gesellschaft der Kinder. Er bot den Kindern ein Konversationsthema an, das eindeutig war; er führte dazu, dass sie sich wohl fühlten ; er förderte Kontakt ; hörte immer zu ; erleichterte die Kommunikation ; beruhigte die Kinder ; das Streicheln linderte die Ängstlichkeit ; linderte den Schmerz.
Diese Erfahrung öffnet neue interessante
und effektive Möglichkeiten, jungen Opfern beizustehen und ihnen zu
helfen.“ (Auszug der Präsentation, Ethologia)
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RETAA ist pro RETAA ist prov. Mitglied der IAHAIO (International Association for Human/Animal Interactions Organizations), die Partner der WHO ist (Welt Gesundheitsorganisation). Nachverschiedenen Weltkongressen, welche die IAHAIO organisiert hat, sind Empfehlungen verabschiedet worden, für die zuständigen Instanzen der Mitgliedsländern. Hier sind die der Weltkonferenz in Genf (CH) in 1995.
Resolutionen
IAHAIO appelliert an alle zuständigen internationalen Körperschaften und nationalen Regierungen: 1. Das universelle, diskriminierungsfreie Recht auf Heimtierhaltung anzuerkennen, überall dort, wo vernünftige Bedingungen dafür gegeben sind, unter der Voraussetzung, dass die Tierhaltung artgerecht erfolgt und die Rechte von Nichttierhaltern dadurch nicht beeinträchtigt werden. 2. Sicherzustellen, dass bei der Planung und Gestaltung des menschlichen Lebensraum auf die Bedürfnisse von Heimtieren und deren Haltern Rücksicht genommen wird 3. Die geordnete Präsenz von Heimtieren in Schulen und Lehrplänen zu fördern sowie Lehrern und Erziehern in entsprechenden Ausbildungsprogrammen den Nutzen dieser Präsenz zu vermitteln 4. Heimtieren den kontrollierten Zugang zu Krankenhäusern, Alters- und Pflegeheimen sowie anderen Institutionen zu ermöglichen, in denen pflegebedürftige Menschen jeden Alters von solchen Kontakten profitieren können 5. Die therapeutische Funktion von Tieren, die speziell für die Unterstützung und Rehabilitation von Behinderten ausgebildet sind, fördern, die solche Tiere hervorbringen und sicherzustellen, dass der richtige Einsatz dieser Tiere in den Ausbildungsprogramm für Gesundheits- und Sozialberufe gelehrt wird
NP : Das IEMT Schweiz (Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch/Tier-Beziehung) hat einen « Anhang zum Mietvertrag » aufgestellt, der Mieter und Vermieter helfen soll, die Präsenz von Tieren in Mietwohnungen zur Zufriedenheit eines jeden zu regeln. Dieser Anhang findet man auf Internet (siehe IEMT- Schweiz) oder kann Ihnen von uns auf Anfrage zugeschickt werden.
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RETAA bedankt sich bei folgenden Spendern : - Rol.LUTZ, A.H.Echtrnoach - Carola OTTERSTEDT, Dr phil. München (D)
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Isabelle SCHMIT-MINES,
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Nicole SCHWINDEN,
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Paul WEIRICH, Ehner
d’Information et de Recherche sur le Chien (www.ciec.be): · Samstag 26. und Sonntag 27/11 Ausbildung für Animator mit Hund zum Fördern der Kinder · Samstag 26.11. und Sonntag 04/12 Ausbildung zum Animator mit Hund zur Förderung Erwachsener - Erstes Treffen rund um die tiergestützten Aktivitäten der
französischsprachigen am 08. und 09. Dezember
in Bourg-en-Bresse (F)
Ein
Schreibfehler hat sich in
letztes Schreiben geschlichen;
« ACTIV’DOG »
Weißbuch zur Hundehaltung in
Österreich : Faktor Hund Bestandsaufnahme der
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„L’enfant et l’animal: les émotions qui libèrent l’intelligence“
Cet ouvrage décrit tout ce que l’interaction avec un animal peut favoriser chez l’enfant : apaisement, communication, socialisation mais aussi attention, intelligence, imagination, créativité, confiance et estime de soi, etc. Le Professeur H. Montagner est directeur de recherche à l’INSERM (F) ISBN. 2-7381-1168-8
Editions Odile Jacob, 2002, Paris
Die diesjährige Agrar-Messe von Ettelbrück (FAE) fand vom 01. - 03. Juli in den Deichwiesen statt. |
- die Umgebung des Bauernhofes : die
Felder, die Kulturen, usw. - und natürlich die Tiere denen man dort
begegnet und die Interaktionen die man mit ihnen haben kann. RETAA ist
Mitglied der Praxis-Gemeinschaft « Farming for Health » die in den
Niederlanden unter dem Impuls von diversen Institutionen, wie z.B. die
Unitversität Wageningen (NL), die im Agrar-Bereich spezialisiert ist, und
dem FSE, Europäischer Wissenschaftsfond, gegründet wurde.
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RETAA asbl Offizieller Sitz : 29, rue Michet Lentz L-9068 ETTELBRUCK - Sekretariat 36, rue Batty Weber L-2617 LUXEMBOURG |
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